Last FM
Da ich nun einmal Zeit hatte, mich eingehend damit zu beschäftigen, werde ich nun meine Eindrücke hier niederschreiben.
Vor der Nutzung muss man sich dort mit einer Emailadresse anmelden. Das ist okay, geht flott und es werden keinerlei Adressangaben und ähnliches abgefragt.
Dann hab ich erst etwas rumgeklickt, mal hier, mal da. Es gibt für Android und das unsägliche Iphone ein Last FM Programm, für andere Handys/ Java wird nichts angeboten. Das finde ich schwach. Für Windows und paar andere BS gibts auch Programme. Diese “Scobbeln” (ist anscheinend sowas wie das Übertragen der Trackinfos, welche man am PC hört an Last FM, damit man entsprechende Musikempfehlungen bekommt) dann die Tracks und können auch als alternative zur Webversion von Last FM verwendet werden.
Das hab ich mal aussen vorgelassen und gleich eine Empfehlung angeklickt: Coldplay Radio. Okay, erst kam ein Lied der Band, dann das einer anderen. Habe das dann mal laufen lassen. Zum Glück gibts die Möglichkeit, per Klick einen Track weiterzuklicken: Die folgenden Lieder waren teils recht merkwürdig. Dann kam wieder eine Phase, in welcher ich nichts weiter tun musste – es lief Musik, die mir gefiel.
Die Tracks werden voll ausgespielt, es wird keine Werbung oder ähnliches dazwischen eingespielt. Die Pausen zwischen den Tracks dauern aber oft sehr sehr lange und das NERVT!
Dann kann man noch “von Hand” Lieder suchen. Diese kann man aber nur 4mal komplett abspielen?! Okay, scheint eine rechtlich notwendige Einschränkung zu sein, und: Wer hört schon immer dasselbe?
Nun zum Klangbild: Gesendet wird ein 128kbit mp3 Stream. Das galt früher als CD-Qualität, ist inzwischen aber überholt. Das machte sich auch in einigen Tracks bemerkbar: Etwas arg dumpf, bei anspruchsvolleren Tracks waren deutlich Artefakte zu hören, es “patscht”. Die Dynamik konnte mich aber vollkommen überzeugen: Hier wird anscheinend keine Änderung vorgenommen, das laute ist laut und das leise ist leise. Das fetzt teils ganz schön rein. Der Höchstpegel liegt bei um -8db, desöfteren wurden aber auch völlig übersteuerte Lieder abgespielt (ausserhalb der Norm). Diese wurden wohl einfach bei Last FM falsch eingespielt. In Verbindung mit dem MBL4 (Soundprocessor) und einem von mir angepassten Preset kann man aber insgesamt ganz brauchbare Klangergebnisse produzieren. Bleibt zu hoffen, dass die Bitrate angehoben wird auf 160-192kbit.
Desweiteren gibt es Programme, welche Last FM selbst mitschneiden und die Tracks ordentlich benannt auf der Festplatte speichern. Wiegeschrieben, mir persönlich sind aber 128kbit zu wenig für ein Musikarchiv
Fazit nach kurzer Zeit der Nutzung: Last FM hat Potential in der Zukunft einem das kaufen von CDs und das mitschneiden aus dem Radio zu ersparen – auch das hören von unerwünschten Tracks bei letzerem fällt weg. Dazu muss aber die Qualität erhöht werden, sowie sollten auch brandneue Tracks sofort bei erscheinen hörbar sein. Selbst zu bestimmen was man hören möchte und was nicht, und dabei aus einem riesigen Archiv auswählen, das hat schon etwas. Bedenken sollte man auch den Aspekt der ständig nötigen Internetverbindung. Fällt diese aus oder ist wegen örtlichen Gegebenheiten zu schmalbandig oder gar nicht verfügbar, schweigt auch die Musikwiedergabe. Dies schränkt einen schon wieder ein. Auch dass es Last FM möglich ist ein sehr genaues Nutzungsprofil über die eigenen Musikvorlieben zu erstellen sollte man beachten – aus Datenschutzaspekten.
Darum bleibe ich vorerst auch hauptsächlich bei meinen wenigen DAB – Sendern: Da brauche ich kein Internet zum hören, die Musikauswahl bleibt beim Sender und erspart mir Arbeit, ich weiss dass ich immer das aktuellste zuerst höre, habe keine Pausen zwischen den Tracks, bekomme stündlich Nachrichten und die Klangqualität ist besser
Mal sehen, wann ich umsteige auf Last FM und ob überhaupt
Der Link dorthin: http://www.lastfm.de

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