Dead Space – Im Weltraum hört dich niemand schreien…
… Ein passenderen Satz für dieses Game was man auf der Playstation 3, der Xbox360 oder auch dem PC käuflich erwerben kann gibt es sicherlich nicht. Releast von EA im November 2008 wurde dieses Spiel als DAS Horror Survival-Adventure überhaupt angepriesen und so kam ich als treuer Resident Evil Survival Horror Fan natürlich nicht umhin es einmal nach Monaten (jetzt etwas günstiger und keinen schlanken 60er mehr) unter die Lupe zu nehmen…
Meine ersten Eindrücke als ich dieses Spiel in meine Xbox360 legte uns startete ließen einiges erhoffen: Ein Trailer, wo Mädchen unheimlich “Twinkle, Twinkle Little Star” sangen, gefolgt mit expliztiten kurzen Ausschnitten eines scheinbar verzweifelten Überlebenskampfes an Bord eines Raumschiffes…
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Wie auf dem Cover schon unschwer zu erkennen ist ist dieses Spiel für Gamer über 18 Jahre und dies hat auch seinen berechtigten Grund…
Beginnen tut alles auf einem Raumschiff, eure Crew soll einem anderen Raumschiff, der Ishimura helfen, die einen Notruf abgesetzt hat. Routine wie es anfangs scheint, aber diese Routine wird zu einem verzweifelten Kampf ums Überleben für alle Beteiligten.
An Bord der Ishimura angekommen fällt eurer Crew schnell auf dass es einen Haufen Dinge gibt, die sind wie sie nicht sein sollten. So zum Beispiel trefft ihr auf dem Raumschiff keinerlei Besatzung an die euch erklären könnte was denn genau los sei. Nach kurzer Inspektion dann fällt auch noch die Beleuchtung aus und nette Kreaturen greifen unvermindert an und töten gleich erstmal ein Mitgleid eurer Crew auf bestialische Weise. Ihr entkommt vorerst mit einem Schrecken aber auch der Gewissheit dass auf diesem etwas unheimliches und schreckliches vor sich gegangen sein muss.
Was also tun? Unsere Crew überlegt nicht lange und wählt den augenscheinlich gescheitesten Weg: Nichts wie weg! So geht es dann zu eurem Raumschiff, aber dort angekommen müsst ihr ensetzt feststellen dass es funktionsuntüchtig ist und ihr auf der Ishimura vorerst einmal gefangen seid…
Und so beginnt der verzweifelte Kampf ums Überleben. In einer Third-Person Perspektive kämpft ihr euch mit dem Astronauten Isaac durch die Ishimura, stets auf der Hut vor Aliens die überall und unvermittelt auftauchen können. Die Tötungsweise der Aliens ist sowohl brutal als auch unmissverständlich: Sie müssen zerstückelt werden um sie unschädlich zu machen. Dazu stehen euch diverse Waffen im Spiel zur Verfügung wie ein Plasma-Cutter (eine Art Weltraum-Pistole), Einer Strahlenkanone, einem militärischen Impulsgewehr, einem Ripper mit einem eingebauten Kreissägeblatt, einer Laserkanone, einer Energiekanone sowie einem Flammenwerfer zur Verfügung. Genug also, so sollte man meinen, um die Aliens in Schach zu halten. Das Spiel ist Uncut und ist blutig bis unter die Haube, ich persönlich hätte gar nicht mehr gedacht dass solche Videospiele überhaupt noch vorhanden sind ohne sofort auf dem Index zu landen… So habt ihr die Möglichkeit, auch wenn die Aliens bereits tot auf dem Boden liegen sie zu einem matschigen roten Brei zu treten… Man merkt, dass EA scheinbar nicht auf dem Zettel der Indizierungsbehörden zu sein schien als eine Firma die mal eben solch ein brutales Spiel herausbringt, wo eine Firma wie Capcom doch schon seit Jahren massive Probleme hat mal wieder einen blutrünstigeren Titel von Resident Evil auf dem Markt zu bringen der mal nicht auf der Schwarzen Liste landet…
Ich habe das Game jetzt knapp eine Woche und hatte eigentlich gedacht in Sachen Horrorspiel bringt mich so schnell nichts mehr aus der Fassung, aber weit gefehlt: Dead Space hat mich eines besseren belehrt, nicht ausschließlich nur durch die äußerst brutale Inszenierung des Ganzen. Jedoch bleibt abzuwarten, inwiefern EA die geplante Reihe die sie mit Dead Space starten wollen in der Intensität weiter fortführen können. Gut, der erste Teil war jetzt Uncut , eine Steigerung all dessen dürfte durch unsere strengen Jugendschutzgesetze sehr schwer bis unmöglich sein, was aber auch gar nicht mal so schlecht ist denn das Game strotz nur so vor virtuellem Blut. Nach einem genüsslichen Mittagsessen sollte man dieses Spiel jedenfalls nicht spielen…
EA wurde nach dem Release nur so mit Lob überhaupt, so hat Dead Space innerhalb kürzester Zeit einige sehr beachtliche Auszeichnungen gewonnen und ist mit einem Resident Evil 5 was die Enwickler groß als Uncut preisen obwohl es stark in seiner Intensität nachgelassen hat wohl unangefochten derzeit auf einer der Spitzenpositionen der Horror-Spiele. Für Zeitgenossen die allerdings nicht so viel Ahnung vom Weltraum, dem All und alle damit zusammenhängenden Begriffe haben und sich mit diesen auch ungern auseinandersetzen möchten ist dieses Game jedoch nur bedingt zu emfehlen. Einige Rätsel in dem Spiel sind anfangs sehr verwirrend, vor allem da oftmals mit Schwerelosigkeit und Vakuum gearbeitet wird und so kann sich schnell schon mal Resignation bis Frust einstellen wenn man auch nach dem 10 Versuch erstmal nicht weiter kommt. Zudem ist das Spiel für mein Empfinden dann auch wieder etwas zu explizit und blutig, ein bisschen weniger hätte da auch sicherlich nicht geschadet und es wäre trotz allem noch ein gutes Spiel geworden. So jedoch ist es mehr ein Splatter-Survival Horror den ich als Resident Evil Fan nicht gewohnt bin und von meiner gewohnten Reihe mit der Jagd auf Zombies auch in diesem Ausmaße nicht kenne…
Liebe Grüße
Chaky

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