Elias von Felix Mendelssohn Bartholdy
Heute , anlässlich der letzten Generalprobe unseres neuen Chorprojektes, schaffe ich gerade noch, mich hier mal wieder zu melden.Seit August 2008 probt unser Chor an dem Oratorium “Elias” von Felix Mendelssohn Bartholdy(1809-1847). Uraufgeführt wurde dieses Werk im August 1846 beim Birmingham Music Festival, was den Komponisten jedoch nicht zufriedenstellte, so daß es in seiner jetzigen Form erst 1847, im Jahr seines Todes fertiggestellt wurde.
Die Geschichte dürfte soweit bekannt sein: Das Volk Israel hat sich von den falschen Propheten Baals zur Anbetung des Baal anstiften lassen. Das Land wird mit einer Dürre geschlagen, und einzig der Prophet Elias, dem der wahre Herr erscheint, wagt, sich gegen den König und die Propheten aufzulehnen. Sozusagen in einem Anbetungswettstreit soll sich beweisen, wer dem wahren Gott dient, wer Feuer vom Himmel regnen lassen kann…
Die eindringlichen Anrufungen Baals durch das Volk bleiben erfolglos. Erst als Elias den wahren HERRN anruft, fällt das Feuer herab. An dieser Stelle folgt eins der feurigsten Chorstücke, bei dem man als Sänger/in aufpassenmuss, der Schnelligkeit des Feuers auch zu folgen…Das ist das Ende der falschen Propheten, die nun folgerichtig alttestamentarisch geschlachtet werden sollen, sehr gruselig.
Anschließend bittet Elias dann um das Ende der Dürre, wobei dort der Solo Bass im Dialog mit einer Jungen-Sopranstimme singt-wunderbar also, daß dieses Chorprojekt ein Gemeinschaftsprojekt mit den 6.Klassen der Waldorfschule Essen ist. Erstaunlich ist,welche reine Stimme ein eben noch rumalbernder Schüler mit wirrem Haar haben kann…;-)
Trotz der sich erhebenden Wasserströme-auch hörbar in dem schönen Chor “Dank sei Dir Gott”- will das Volk ihm nicht so ganz glauben und wirft ihm vor,sich über den König erhoben zu haben, worauf er vom Herrn in die Wüste geführt wird, da sie ihn töten wollen-hier muss der Chor als wütende Menge auftreten und wütend den Tod des Elias fordern.

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